Archive for the 'Rennberichte 2008' Category

Saisonfinale 2008 mit Höhen und Tiefen

15. und 16. Lauf, Hockenheim, 24. – 26. Oktober 2008

Wie schon die Jahre zuvor wurde auch das diesjährige Finale des SEAT Leon Supercopa in Hockenheim ausgetragen. Vom 24. bis 26. Oktober wurden in den Läufen 15 und 16 die letzten Punkte vergeben und noch einmal packender Rennsport geboten. Die gigantische Zuschauerzahl von 165.000 Besuchern am Rennwochenende bot eine atemberaubende Kulisse. Das Wetter war über das gesamte Wochenende zwar kühl, blieb aber nahezu ohne Regen.

Nach technischen Schwierigkeiten im Qualifying war nur Startplatz 18 im 22-köpfigen Starterfeld das Resultat, der Grund hierfür wurde jedoch schnell gefunden und behoben. Damit war die Parole für das erste Rennen am Samstagnachmittag klar: Mit Volldampf nach vorne und einen guten Startplatz für das Sonntagsrennen herausfahren!

Nach einem guten Start konnte ich gleich in den beiden ersten Runden sehr viele Plätze gutmachen. Nach der turbulenten Anfangsphase wurde es etwas mühsamer, trotzdem kam ich viele weitere Plätze voran. Als ich gegen Beginn des letzten Renndrittels auf Maxi Werndl und Heiko Hammel auf Rang 5 und 6 aufschloss, kam es vor mir zu einem heftigen Crash von Heiko Hammel. Der spektakuläre Abflug bei über 200 km/h bei der Anfahrt zur Spitzkehre mit anschließendem, siebenfachen Überschlag ließ allen der Atem stocken, trotzdem konnte Heiko praktisch unverletzt aus seinem zerstörten Seat aussteigen. Ein starker Beweis dafür, wie gut die Sicherheitseinrichtungen in heutigen Rennwagen tatsächlich sind.

Das Rennen wurde nach Heikos Crash abgebrochen, die Strecke war durch Trümmerteile bedeckt und auch die Leitplanke am Unfallort zu heftig beschädigt. Ich wurde somit nach Abbruch des Rennens als Sechster abgewunken. Die Stimmung wurde nach Rennende allerdings schnell getrübt, denn die Rennleitung schlug mir nachträglich 30 Sekunden auf das Ergebnis auf. Grund war das Überfahren einer Linie in der ersten Kurve um einige Zentimeter und damit das Verlassen der Strecke. Warum gerade ich wieder aus der Menge gegriffen wurde, bleibt offen, denn meine Vordermänner sah ich ebenfalls über selbige Linie fahren.
Damit war alle Mühe umsonst, die 30 Sekunden warfen mich auf Rang 18 zurück und damit genau dorthin, wo ich gestartet war.

Doch die Saison hat gezeigt, dass ich mich nach allen Rückschlägen immer wieder motivieren konnte, und so nahm ich mir vor, eben in Rennen 2 das gleiche Spiel wie am Vortag erneut aufzuführen. Wieder mit einem guten Start konnte ich erneut einige Plätze gutmachen und fand mich schon gegen Mitte des Rennens auf Rang 10 wieder. Es ging Runde um Runde weiter nach vorne und am Ende hieß es Platz sieben, durch den Gaststarter Fredy Barth, der nicht in die Wertung eingeht, sogar Rang sechs.

Ein versöhnlicher Abschluss nach einer doch nicht zufrieden stellenden Saison 2008 im Seat Leon Supercopa, für die ich mir so viel vorgenommen hatte.

In knapp zwei Wochen werde ich zum Ende des Jahres noch einmal einen Einsatz auf der Nürburgring-Nordschleife haben, genauer gesagt beim 4-Stunden-Rennen zur Langstreckenmeisterschaft in einem Seat Leon des Teams Fischer Racing.

Links:
Fotos aus Hockenheim
zur Saisonübersicht

Ein Ausflug an die Sarthe

13. und 14. Lauf, Le Mans, 3. – 5. Oktober 2008

Nach einjähriger Abstinenz gastierte der SEAT Leon Supercopa wieder auf der weltbekannten Strecke in Le Mans, Frankreich. Durch das legendäre 24-Stunden-Rennen, welches alljährlich im Sommer ausgetragen wird, ist der Name Le Mans in der Motorsportwelt ein fester Begriff.

2006 fuhr ich dort bereits einen Lauf im französischen Renault Clio-Cup sowie die beiden Rennen zum Supercopa 2006. Leider schied ich damals nach einer Kollision aus. Das sollte sich nun nicht wiederholen, war ich doch in dieser Saison oft genug vom Pech verfolgt.

Unser erstes Rennen wurde am Samstagnachmittag gestartet. Ich entschied mich vor dem Lauf für die falsche Abstimmung des Seat Leons, wir hatten uns klassisch „verzockt“. So bekam ich schon zur Mitte des Rennens Probleme mit dem immer stärker untersteuernden Auto, konnte aber trotzdem noch akzeptable Rundenzeiten mitgehen und schließlich einen neunten Platz ins Ziel retten.

Wir entschieden uns nach dem Rennen sofort, das Auto für den Sonntagslauf umzubauen. Und wie gedacht, das Auto war ein völlig anderes, ich kam sehr gut zurecht. Auch an der drittschnellsten Rundenzeit war zu erkennen, wie sich die Änderungen auswirkten. Während des Rennens hing ich konstant in einer hart umkämpften Gruppe von vier Autos auf den Plätzen 4-7 fest, was einen weiteren Vormarsch hinderte. Nach 16 anstrengenden Runden war es im Ziel ein sechster Platz, wichtige Punkte wurden eingefahren und der Grundstein gelegt, beim Saisonfinale in Hockenheim noch einen großen Sprung in der Meisterschaft zu machen und die Saison mit einem Topergebnis zu beenden. Das Finale findet vom 24.-26. Oktober statt, bislang sind bereits über 55.000 Tickets (!) im Vorverkauf an die Fans gebracht worden.

Weiterführende Links:
Fotos vom Rennen in Le Mans
Video aus Le Mans (vimeo)

Heimspiel in der Eifel

11. und 12. Lauf, Nürburgring, 25. – 27. Juli 2008

Nur etwa 80 Kilometer sind es von meinem Heimatort Irrel bis an den Nürburgring. Im Seat Leon Supercopa, der europaweit seine Rennen austrägt, ist diese Entfernung natürlich ein Klacks – was das Rennwochenende auf dem Nürburgring zu einem echten „Heimspiel“ für mich machte. Zahlreiche Freunde und Bekannte kamen vorbei, um mich an diesem Wochenende zu unterstützen.

Leider wurde der erste Lauf am Samstagnachmittag nach einem starken Schauer gegen Mitte des Rennens abgebrochen. Da alle Fahrer auf der zu Beginn noch trockenen Piste auf Slicks gestartet waren und auch heftige Blitze den Himmel bedeckten, ging die Sicherheit von Streckenposten und Fahrern vor. Zum Zeitpunkt des Abbruchs befand ich mich gerade auf Rang 9, auch wenn ich mit Einsetzen des Regens zu den schnellsten Autos im Feld gehörte. Gerne wäre ich noch einige Runden bei diesen Bedingungen gefahren, um so noch Plätze gut zu machen, doch der anfangs leichte Regen wurde urplötzlich zu einem starken Gewitter.

Ins zweite Rennen ging es am Sonntagmittag um 12.30 Uhr vor bereits vollen Tribünen und bestem Wetter. Leider war ich auch in diesem Lauf vom Pech verfolgt, Ausfall in Runde 1, das Heimspiel war zu Ende, bevor es richtig anfing. Ich wurde unschuldig in eine kleine Rangelei zwischen zwei Kontrahenten in der NGK-Schikane verwickelt und beschädigte mir dabei die Aufhängung vorne rechts. Eine Weiterfahrt, selbst in die Box, war unmöglich.

Noch jetzt ärgere ich mich über den Verlauf des Wochenendes und hoffe, dass nach der nun folgenden Sommerpause das missglückte Heimspiel vergessen ist. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, werde ich in den kommenden Tagen noch einige Videos online stellen, schaut doch immer mal wieder vorbei!

Links:
Fotos vom Nürburgring

Spannende Rennen in den Dünen von Zandvoort

9. und 10. Lauf, Circuit Park Zandvoort, 11.-13.7.2008

Zum ersten Gastspiel 2008 im Ausland ging die Reise vergangenes Wochenende an die Nordseeküste von Zandvoort. Der Kurs in den Dünen ist vor allem durch seine schwierige Streckenführung und dem auf die Strecke gewehten Sand fahrerisch sehr anspruchsvoll und in jedem Jahr eine echte Herausforderung.

Unser Qualifying am Samstag fand unter zusätzlich sehr schwierigen Bedingungen statt: Die Strecke war die ganze Sitzung über nass, zwischendurch begann es dazu noch heftig zu regnen. Kurz vor Ende der 30 Minuten konnte ich mir den sechsten Startplatz sichern.
Das erste Rennen fand am Nachmittag dann unter besseren Bedingungen statt und ich konnte mich schon am Start auf Rang 5 verbessern. Da Heiko Hammel (Frühstart) und auch mein Teamkollege und Tabellenführer Nicki Thiim (Unfall) eine Durchfahrtsstrafe antreten mussten, fand ich mich schon nach
wenigen Runden auf Rang drei wieder. Dort war ich klar schneller als der vor mir fahrende Nygaard, konnte aber nach mehreren Versuchen erst mit leichtem Kontakt überholen. Nygaard konnte zwar auf Platz 3 liegend weiterfahren, der Rennleitung war diese Szene allerdings ebenfalls zu grob und ich wurde wie schon die Fahrer zuvor mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Nach der lächerlichen Strafe vom Norisring konnte ich zumindest in dieser Situation einen Grund erkennen. Bedingt durch einen Einsatz des Safety-Cars gleich in der folgenden Runde verlor ich weitere Plätze, da so das Feld wieder zusammengeführt wurde. Am Ende hieß es also, wie schon in Nürnberg, Platz 12 statt Podium.

Von dort aus ging es am Sonntag vor dem DTM-Lauf in Rennen 2. Mit einer recht defensiven Fahrweise konnte ich zwei Konkurrenten überholen und den 10. Saisonlauf auch auf Rang 10 beenden.

Schon in zwei Wochen steht nun mein „Heimspiel“ auf dem Nürburgring an. Auch wenn wir nicht auf meiner Lieblingsstrecke, der Nordschleife, fahren werden, sondern „nur“ auf der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses, werde ich alles versuchen, die verpassten Podestplätze vergessen zu machen. In Kürze folgt das Video des ersten Rennens aus der Onboard-Perspektive, schaut doch hin und wieder mal rein!

Links:
Fotos aus Zandvoort

Saisonhöhepunkt vor 140.000 Zuschauern

7. und 8. Lauf, Norisring Nürnberg, 27.-29.6.2008

Auf dem Norisring in Nürnberg fanden am vergangenen Wochenende die Läufe sieben und acht des SEAT Leon Supercopa 2008 statt. 140.000 Zuschauer machten das Wochenende zu einem vollen Erfolg und bestätigten das Nürnberger Stadtrennen als absoluten Saisonhöhepunkt der DTM und seiner Partnerserien.

Das Wochenende begann sehr gut, schon im Freien Training am Freitag hatte ich ein sehr gut vorbereitetes Auto und konnte auf Rang 6 fahren. Nach einigen kleinen Änderungen für das Qualifying am frühen Samstagmorgen versprachen wir uns eine weitere Steigerung, was sich auch bewahrheiten sollte. Mit nur wenigen Tausendstel(!) Sekunden Rückstand zu Platz 1 konnte ich Startplatz 3 für das Samstagsrennen herausfahren, meine Teamkollegen Nicki Thiim und Jimmy Johansson belegten die Ränge 4 und 5. Ein absolut herausragendes Teamergebnis war somit der Lohn für die Mühen.
Im allgemeinen Startgewühl der ersten Kurve verlor ich dann in Rennen 1 am Samstagnachmittag zwei Plätze, konnte aber den amtierenden Meister, Thomas Marschall, das ganze Rennen hinter mir halten. Nach 29 sehr heißen und anstrengenden Runden (über 65°C im Cockpit) beendete ich den Lauf auf dem fünften Platz. Gleichzeitig bedeutete dies Startplatz 2 für das Rennen am Sonntag.

Vor voll besetzter Steintribüne ging es also von dort in Lauf 2. Nach einem wiederum chaotischen Start konnte ich mich auf Rang 3 festsetzen, bis ich über die Information einer Durchfahrtsstrafe über Funk informiert wurde. Der Grund soll ein zu starkes Überfahren eines Curbs am Start gewesen sein („Verlassen der Strecke“), was aber mehr als unverständlich ist. Die Aufnahmen aus allen Kameras beweisen eindeutig, dass nur so ein Unfall mit einem Kontrahenten zu vermeiden war. Leider sah es die Rennleitung anders als alle anderen Beteiligten – dies war jedoch auch nicht zu ändern.
Die Strafe warf mich bis auf den 14. Rang zurück, die Leistungsdichte im Supercopa ist zu hoch, um eine solche Strafe noch einmal „auszubügeln“.

In zwei Wochen geht es nun an die Nordsee, genauer gesagt auf den Kurs von Zandvoort in den Niederlanden. Direkt am Meer gelegen, macht der aus den Dünen gewehte Sand die Rennen jedes Jahr zu einer mehr oder weniger rutschigen, aber stets actionreichen Partie.

Links:
Fotos vom Norisring
Videos

Kraftvoller Einsatz auf der Nordschleife

ADAC Zurich 24h-Rennen, Nürburgring, 23. – 25.5.2008

Vergangenes Wochenende fand das legendäre 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Die Kombination aus der modernen Grand Prix-Strecke und der „alten“ Nordschleife ergeben eine Streckenlänge von über 25 Kilometern, auf denen 230 Autos an den Start gehen. Vor über 220.000 Zuschauern ging ich in einem der beiden Pirelli-TTs, die von JvO Autosport eingesetzt wurden, an den Start. Im Wagen mit der Nummer 145 waren meine Teamkollegen Thomas Kroher, Andreas Leue und Stefan Küster. Der TT war mit einem 2,0 TFSI Motor und DSG-Getriebe meinem Supercopa-Leon sehr ähnlich, verfügte allerdings über keine Sperre und über ein anderes Fahrwerk.

Ich durfte den Start fahren und konnte mich aus den ersten kleinen Scharmützeln erfolgreich heraushalten. Mit einer Zeit von 9:43 Minuten konnte ich hier auch gleich unsere schnellste Rundenzeit des Rennens fahren. Mein zweiter Einsatz auf dem TT begann gegen 23.30 Uhr. Über die Strecke zog ein leichter Regen, der von Runde zu Runde auf einem anderen Streckenabschnitt für eine feuchte Piste sorgte. Einige schwere Unfälle zu dieser Zeit sorgten konstant für Gelbphasen, die nur sehr langsam passiert werden konnten. Trotzdem konnte ich sehr gute Rundenzeiten fahren, was uns in der Klasse einige Plätze nach vorne spülte.
Das Fahren bei Nacht war eine völlig neue Erfahrung, war es auch mein erstes 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Trotzdem hat es sehr viel Spaß bereitet und auch die Rundenzeiten waren zu dieser Zeit mit die schnellsten im gesamten Feld!

Am frühen Morgen gegen 5 Uhr fiel dann leider unsere Servolenkung aus, was das Fahren mit unserem TT und den großen Pirelli-Slicks zu einer wahren Kraftprobe machte. Wir entschieden uns trotzdem, das Rennen fortzusetzen und die letzten 10 Stunden auf die Zähne zu beißen. Die Jagd nach schnellen Rundenzeiten war somit leider beendet, auch wenn ich gegen 6 Uhr noch einmal Zeiten um 9:50 Minuten mit dem TT fahren konnte. Gegen 11 Uhr, also 4 Stunden vor Schluss, mussten wir unseren TT erneut mit technischem Defekt in der Box parken und für eine einstündige Reparatur sogar ins Teamzelt bringen. Doch auch dieses Problem konnte die Mannschaft um Jörg van Ommen lösen und wir konnten das Rennen wieder aufnehmen, um das Auto schließlich um 15 Uhr am Sonntagnachmittag über die Ziellinie zu bringen. Es war geschafft, die technischen Probleme rückten das Ergebnis (Gesamt: 86 / Klasse: 11) sowieso in den Hintergrund.

Nach diesen langen und mit wenig Schlaf überstandenen Tagen möchte ich mich bei meinen Fahrerkollegen und dem gesamten Team um Pirelli und JvO Autosport bedanken! Es hat sehr viel Spaß gemacht und das Fahren auf dieser einzigartigen Strecke entschädigt sowieso vor allen Strapazen, die ein 24h-Rennen so mit sich bringt.

Regen in der Lausitz

5. und 6. Lauf, Eurospeedway Lausitz, 16.-18.05.2008

Zur dritten Veranstaltung des SEAT Leon Supercopa 2008 ging es vom 16. – 18. Mai an den Eurospeedway in der Lausitz. 80.000 Zuschauer am Wochenende mussten den Samstagslauf in strömendem Regen erleben, der auch für uns Fahrer keine leichte Aufgabe darstellte. Die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge macht ein Regenrennen immer zu einem gewissen Glücksspiel, sieht man doch kaum, was wirklich vor einem auf der Strecke passiert.

Am Start kam ich gut weg und reihte mich auf Rang 6 im Feld ein. Es ging erstaunlich ruhig für diese Wetterbedingungen zu, lediglich eine Gelbphase kurz vor Schluss sollte noch für einige Platzverschiebungen sorgen. Grund dafür waren nachträglich ausgesprochenene 60-Sekunden Zeitstrafen, die gegen einige Fahrer, darunter auch ich, ausgesprochen wurden. Im Verlauf der Gelbphase war meine Rundenzeit im betroffenen Sektor wenige Hundertstel Sekunden zu schnell im Vergleich zur Vorrunde, was laut Reglement eine Bestrafung bedeutet. Somit wurde ich auf Rang 14 zurückversetzt.

Da das Ergbnis des ersten Laufes gleichzeitig auch die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt, musste ich am Sonntagmorgen von Startplatz 14 ins Rennen gehen. Diesmal konnten wir auf trockener Strecke und schon vollbesetzter Tribüne die 19 Runden in Angriff nehmen. Runde für Runde kämpfte ich mich nach vorne, bis ich, auf Rang 7 angekommen, auf meinen auf Platz 6 liegenden Teamkollegen Nicki Thiim getroffen bin. Nicki ist derzeit Gesamtführender in der Meisterschaft. Da eine Berührung und evtl. sogar ein Ausfall zwischen uns beiden natürlich fatal gewesen wäre und sicherlich für jede Menge Ärger im Team gesorgt hätte, war äußerste Vorsicht geboten.

Wie es natürlich so ist, wenn man etwas „ganz besonders“ vorsichtig machen will, verbremste ich mich gleich beim ersten Versuch, Nicki zu überholen am Ende von Start / Ziel. Das war mir gleich Warnung genug und ich beließ es bei einem siebten Rang, den ich sicher ins Ziel fahren konnte.

Auch wenn es wertvolle Punkte für die Meisterschaft gab, so fehlen doch von den mit Pech verfolgten Rennen in Hockenheim und Oschersleben noch jede Menge Punkte. Die gilt es in den noch anstehenden zehn Rennen aufzuholen.

Die beiden nächsten Läufe finden auf dem Nürnberger Norisring statt. Zum Saisonhöhepunkt werden wie jedes Jahr wieder weit über 100.000 Zuschauer auf und um die alte Steintribüne am Dutzendteich erwartet. Und wer sich ein wenig erinnert weiß auch, dass ich dort im vergangenen Jahr den Samstagslauf „nicht ganz“ zu Ende fahren konnte, sondern stattdessen einen einwöchigen Urlaub im Nürnberger Südklinikum verbringen durfte. Diese kleine „Rechnung“ gilt es also in diesem Jahr zu begleichen, ein Platz auf dem Podium ist das gesteckte Ziel.

Links:
Fotos vom Lausitzring