Archive for the 'Rennberichte 2007' Category

Erfolgreiche Rückkehr auf die Rennstrecke

Rennbericht Hockenheim (2) und Saisonabschluss

Vom 12. – 14. Oktober fand auf dem Hockenheimring das Finale der DTM und damit traditionell auch das Finale des SEAT Leon Supercopa statt. Mit einem wahnsinnigen Besucheransturm von 152.000 Fans war es DAS Top-Wochenende der Saison 2007!

Nach meinem Unfall vom Norisring konnte ich nach langer Pause und zahlreichen medizinischen Checks endlich zurück ins Auto steigen. Auch wenn die Zeit außerhalb des Supercopas zeitweise schmerzhaft und mit einigen Strapazen verbunden war konnte ich es kaum erwarten, endlich wieder auf die Strecke zurückzukehren. Das erste Rennen am Samstag startete turbulent, schon nach der ersten Runde fand ich mich auf Platz 8 wieder. Nach einigen Kämpfen um diese Position beruhigte sich das Feld gegen Ende des Rennens, kurz vor dem Fallen der Zielflagge konnte ich mich sogar noch auf den siebten Platz verbessern! Ein gelungenes Comeback, für den Sonntagslauf bedeutete dies Startplatz 2!

In diesen sollte es dann am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr gehen, die Tribünen waren bereits größtenteils gefüllt und jeder war gespannt auf einen spannenden Finallauf des Supercopa 2007. Nach einem verhaltenen Start und einigem Gerangel konnte ich leider meinen zweiten Platz vorerst nicht halten und fuhr auf einem sicheren vierten Rang vor Thomas Marschall. Nach einigen Runden kam es zu einem schweren Unfall von Kati Droste am Ende der Parabolika und das Safety-Car musste für einge Runden auf die Strecke. Zum Glück ist Kati bei dem Crash mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Nach dem Restart hatte ich alle Hände voll zu tun, den neuen Meister hinter mir zu halten, musste mich aber kurz vor Ende des Rennens auch ihm geschlagen geben.
Ich spürte die Pause von fast einem halben Jahr doch mehr, als ich selbst noch vor dem Wochenende hätte glauben können, trotzdem wäre ein fünfter Platz noch immer ein großartiges Ergebnis gewesen. Wenn, ja, wenn ich nicht in der letzten Runde nach einem erneuten Lackaustausch eingangs Motodrom in die Wiese geschickt worden wäre.

So beendete ich den letzten Lauf des Jahres auf einem neunten Platz. In der Gesamtwertung konnte ich damit meinen zehnten Platz von 25 Startern halten, und das trotz nur an der Hälfte der gefahrenen Rennen teilgenommen zu haben! Mein Glückwunsch geht an Thomas Marschall zum Meistertitel und Sebastian Asch zum Gewinn der Juniorwertung. Ich hoffe, euch im kommenden Jahr in ähnlicher Weise das Leben schwer machen zu können, wie dies zu Beginn dieses Jahres noch möglich war.

Mein Dank nach dieser sicher nicht einfachen Saison geht an meine Familie, das Team GAG, SEAT und IKmedia, meine Fahrerkolleginnen und -kollegen, meinen treuen Sponsoren Kränzle, Alphyra, Bahco, Recaro, Castrol und allen, die mich ebenfalls unterstützt und mir geholfen haben und natürlich EUCH, die ihr hier immer eifrig mitlest.

Verzeiht mir diese unvollständige Aufzählung, vielen Dank auch an alle, die ich jetzt nicht namentlich erwähnt habe! Die Planungen für die Saison 2008 haben bereits begonnen. Ihr werdet hier zu gegebener Zeit immer über den aktuellen Stand informiert werden.

Bis bald,
Philipp

Links zum Thema:
Fotoset Hockenheim (2)

Ersatzfahrer Nicolas Kiesa am Nürburgring

Rennbericht Nürburgring 2007

Nach dem Startverbot für mein Heimrennen am Nürburgring nahm Nicolas Kiesa aus Dänemark die Einladung gerne an, mich im SEAT Leon Supercopa zu vertreten. Nach dem schweren Unfall am Norisring Ende Juni war es mir leider noch nicht möglich, selbst wieder an den Start gehen zu können. Zwar sind die Brüche an Schlüsselbein und Becken mittlerweile wieder verheilt, jedoch gibt es noch Probleme mit dem Oberarmknochen, der noch nicht wieder 100%ig zusammengewachsen ist. Ersatzmann Kiesa, Formel 1 und DTM Pilot, brachte jede Menge Erfahrung und Können mit in den Supercopa, was er mit einem sechsten Startplatz im Qualifying gleich bestätigte.

Mit Beginn des ersten Rennens traten dann jedoch Probleme mit Kupplung und Motor auf, nach etwa der Hälfte des Rennens musste der erste Lauf frühzeitig beendet werden.

Leider keine gute Ausgansposition für Lauf 2 am Sonntag, bestimmt das Ergebnis des ersten Laufes doch die Startaufstellung für Rennen 2. So ging es also vom Ende des Feldes ins Rennen, Nicolas machte Platz um Platz gut. Mit konstant schnellen Rundenzeiten, die am Ende mehr als eine Sekunde schneller als die der Spitze waren, fuhr er bis auf Rang 16 vor.

Nun geht die Saison 2007 dem Ende zu, es steht lediglich noch das Finale in Hockenheim vom 12. – 14. Oktober auf dem Plan. Ich hoffe, bis dahin wieder vollständig genesen zu sein und vielleicht noch mal ein Ausrufezeichen setzen zu können. Beim Saisonauftakt im April konnte ich dort schon mit einem dritten Rang aufs Podium fahren.

Links zum Thema:
Fotoset vom Nürburgring

Schlimmer Unfall am Norisring

Rennbericht Norisring 2007

Bei der vierten Veranstaltung zum SEAT Supercopa 2007 auf dem Nürnberger Norisring kam es in der 17. Runde des ersten Wertungslaufes zu einer Kollision zwischen Marcus Steinel und mir.

Beim Anbremsen der Dutzendteichkehre aus knapp 200 km/h verfügte der LogiPlus-Pilot Steinel über keine Bremskraft auf der Vorderachse und rauschte so mit rund 160 km/h in die Fahrerseite meines auf P8 liegenden Leon Supercopa. Sofort bewusstlos, konnte ich nach einiger Zeit aus dem Cockpit befreit werden und wurde umgehend ins Südklinikum Nürnberg gebracht. Steinel kam mit einigen Prellungen vergleichsweise glimpflich davon, bei mir wurden Brüche des Oberarms, des Schlüsselbeins sowie des Beckens festgestellt. Die besten Genesungswünsche natürlich auch von hier an Marcus Steinel, den sicher keine Schuld am Unfall trifft.

Nach Auswertung des Unfalls kann man sogar noch von Glück im Unglück sprechen, denn es hätte uns beide noch weitaus schwerwiegender erwischen können. Die Saison muss nun vorerst ohne mich weitergehen, aber eine Rückkehr noch in diesem Jahr wird auf jeden Fall angestrebt!

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle einmal für die wirklich zahlreichen besten Genesungswünsche und aufbauenden Worte, im Gästebuch, per SMS, die zahlreichen Anrufe, Mails und Besuche, über die ich mich sehr gefreut habe. Auch die Sicherheitseinrichtungen leisteten alle eine hervorragende Arbeit, der SEAT Leon hielt stand und der Recaro-Sitz schützte vor weiteren Verletzungen und blieb trotz des harten Aufschlages unbeschädigt.

Nochmals Danke an alle, die sich so um mich gesorgt haben, die schönen Geschenke, Nachrichten und Besuche waren wirklich aufbauend. Bis bald….die Saison ist noch lange nicht zu Ende!

Links zum Thema:
Fotoset vom Norisring

Heiße Rennen auf dem Lausitzring

Rennbericht Lausitzring 2007

Auf dem Eurospeedway in der Lauitz fand vom 18. – 20.5.2007 die dritte Veranstaltung des SEAT Leon Supercopa 2007 statt. Als Tabellendritter angereist, ging ich dennoch mit gedämpften Erwartungen an das Wochenende heran. Mit der Streckencharakteristik des Eurospeedway kam ich auch in den letzten Jahren nicht zurecht, Ziel des Wochenendes war es also, das Beste aus den beiden rennen herauszuholen.

Schon im Qualifying zeigte sich, dass auch viele andere Fahrer nicht den technisch sehr anspruchsvollen Kurs und ihren Fahrstil in Einklang bringen konnten. So kam es, dass sich für den Supercopa erstaunlich hohe Zeitunterschiede auftaten. Mit einem Rückstand von knapp über einer Sekunde auf die Bestzeit fuhr ich den zwölften Startplatz heraus.

Der Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag verlief ohne Probleme und ich konnte gleich einen Platz gutmachen. Fast das gesamte Rennen hatte ich den Finnen Mikko Heino vor mir, konnte ich aber letztendlich zu Beginn der letzten Runde in Turn 1 überholen. Überraschenderweise konnte ich kurz vor der Ziellinie auch noch den mit technischen Problemen kämpfenden Heiko Hammel überholen und so das Rennen auf Rang neun beenden.

Wir veränderten das Set-Up des Leon für das zweite Rennen noch einmal gering, Start war am Sonntag um 11.45 Uhr. Außentemperaturen von über 25°C verlangten wieder einmal Höchstleistung von Autos und Fahrern. Mit einem guten Start fuhr ich gleich in Runde 1 bis auf Rang 6 vor, musste aber im Verlauf dieser Runde Marin Colak diesen Platz überlassen. Nach einigen Runden hinter Thomas Marschall, kostete mich ein Überholversuch den direkten Anschluss an die vorderen Platzierungen. Zwar konnte ich meinen siebten Platz über die gesamte Distanz über halten und auch die Rundenzeiten der Spitze mitgehene, zum Schließen der Lücke auf Marschall reichte es allerdings nicht. Somit konnte ich mit Rang 7 noch einige wertvolle Punkte für die Meisterschaft sammeln und liege nun vor der vierten Veranstaltung auf dem sechsten Gesamtrang.

Die nächste Veranstaltung findet auf dem Nürnberger Norisring in vier Wochen statt, einziger Stadtkurs der Saison 2007 und mit über 100.000 Zuschauern um die alte Steintribüne das jährliche Saisonhighlight.

Links zum Thema:
Fotoset vom Lausitzring

Sieg in der Motorsportarena Oschersleben!

Rennbericht Oschersleben 2007

Die zweite Veranstaltung zum diesjährigen SEAT Leon Supercopa fand am vergangenen Wochenende in der Motorsportarena Oschersleben statt. Der anspruchsvolle Kurs in der Nähe von Magdeburg, nicht gerade für seine zahlreichen Überholmöglichkeiten bekannt, gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken im DTM-Kalender. Die Erwartungen vor dem Wochenende waren dementsprechend „nüchtern“ ausgefallen.

Bestätigt wurde dies durch das Qualifying am Samstagmorgen. Bis zur Mitte der 30-minütigen Zeitenjagd rangierte ich noch auf dem fünften Startplatz, rutschte aber gegen Ende des Qualifyings immer weiter ans Ende der Top 10. Auch der Wechsel auf den zweiten Satz neuer Yokohama-Slicks brachte keine nennenswerte Verbesserung, mit 1:38.071 Minuten hieß es am Ende Startplatz 11 für das erste Rennen.

In dieses dann ging es gleich am Nachmittag, entsprechende Außentemperaturen ließen das Cockpit wiedermal zur „rollenden Sauna“ mutieren. Am Start kam ich gut weg, kam unbeschadet durch die gefürchtete neue Kurve 1 und überholte dabei sogar noch zwei Konkurrenten. Vor mir fuhr nun Bastian Kolmsee, Sieger des zweiten Laufes in Hockenheim. Nach einigen Runden kam es bei ihm zu technischen Problemen, welche den Leon Supercopa in einer Kurve schlagartig langsamer werden ließen. Mit Mühe konnte ich ausweichen, verlor dabei aber gleich zwei Plätze. Doch auch die beiden nun vor mir liegenden Magalhaes und Hohenadel sollten nicht lange in meinem Blickfeld bleiben: nach einer spektakulären Kollision direkt vor mir fiel Hohenadel aus, der Portugiese Magalhaes wurde mit beschädigtem Fahrzeug zu einer leichten Beute für mich.

Auf dem nun achten Rang liegend wurde das Rennen urplötzlich hochinteressant für mich, denn dieser achte Rang würde für das Sonntagsrennen die Pole Position bedeuten! Trotz des immer stärker werdenden Drucks des hinter mir fahrenden Brasilianers Marcello Thomaz konnte ich mich ohne Platzverlust ins Ziel retten. Damit sollte das Wochenende eine erstaunliche Wendung nehmen!

Auf ging es also am Sonntagmorgen vor beeindruckender Zuschauerkulisse von Startplatz Nr. 1 in den zweiten Wertungslauf. Mit einem fast perfekten Start gewann ich das Beschleunigungsduell zur ersten Kurve gegen Marcus Steinel und Thomas Marschall, fuhr als Führender durch das neue Geschlängel und enteilte den Positionskämpfen hinter mir. Rund zwei Sekunden betrug der konstante Vorsprung auf den Zweitplatzierten Steinel, der das gesamte Rennen über mit Marschall keinen einfachen Gegner gefunden hatte.

Durch den beruhigenden „Sicherheitsabstand“ konnte ich das Rennen kontrollieren, mir meine Reifen einteilen und am Ende sogar etwas Tempo und Risiko rausnehmen. Gleichzeitig wurde es von Runde zu Runde wichtiger, die Konzentration keine Sekunde zu verlieren, denn mit einem Abflug wäre mir der Preis für die „Lachnummer des Wochenendes“ unter Garantie sicher gewesen.

Nach 18 Runden war ein vielleicht anstrengenderes Rennen zu Ende, als es von Außen den Anschein hatte. Doch die Mühe wurde mit meinem ersten Sieg im SEAT Supercopa belohnt, gleichzeitig war mir der Sieg in der Juniorwertung gelungen! Damit war das erfolgreiche Wochenende für das Team GAG und mich beendet. Zwei Siege (Teamkollege Nicki Thiim gewann den Samstagslauf), zwei Siege in der Juniorwertung und ein dritter Platz von Teamkollege Damian Sawicki am Vortag halfen, das Teamzelt mit reichlich Pokalen zu „dekorieren“. In der Gesamtwertung liege ich nach vier gefahrenen Rennen auf Rang Drei, zwei Punkte hinter „Mister Markenpokal“ Thomas Marschall und elf hinter Spitzenreiter Sebastian Asch.

Schon in zwei Wochen geht es zu den beiden nächsten Läufen auf dem Eurospeedway in der Lausitz. Hier gilt es, die gezeigten Leistungen aus den ersten Veranstaltungen erneut zu bestätigen und den Platz in der Gesamtwertung zu festigen, ja vielleicht sogar zu verbessern.

Links zum Thema:
Fotos Oschersleben 2007

Auftakt nach Maß in Hockenheim!

Rennbericht Hockenheim 2007

Der Anfang war schwer, das Qualifying verlief leider noch nicht nach Plan. Nachdem ich beide neuen Sätze Reifen nicht optimal nutzen konnte, landete ich auf Startplatz 13.

Von dort aus ging ich dann am Samstagnachmittag in Rennen 1 und machte schon auf den ersten Metern einige Plätze gut. Doch noch im Laufe dieser Runde wurde ich von einem Konkurrenten, der sich heftig verbremste, schwer getroffen. Erstaunlicherweise traf er so zielsicher die Fahrerseite, dass keine Teile der Aufhängung in größere Mitleidenschaft gezogen wurden. Als letzter des 21 Fahrer starken Feldes machte ich mich mit einem ziemlich zerbeulten SEAT Leon wieder auf den Weg und konnte mich Runde für Runde weiter vorkämpfen. Resultat dieser Mühe war ein neunter Platz am Ende. Von den Rundenzeiten wäre ein Platz zwischen 4 und 6 möglich gewesen, so aber konnte ich mir wenigstens für das Rennen am Sonntag einen einigermaßen erträglichen Startplatz herausfahren.

Mein Team hatte die ganze Nacht schwer am Fahrzeug zu schaffen, ich kann mich nur noch mal bedanken, dass der Wagen wieder 100% einsatzbereit für das Sonntagsrennen war.

In dieses ging es am Sonntag gleich nach der DTM. Mit einem guten Start konnte ich gleich zwei Plätze gutmachen. Danach kämpfte ich mich Runde für Runde weiter nach vorne. Dort ist die Luft im SEAT Supercopa ziemlich dünn, bei den Überholmanövern musste auch schon mal die Eifeler Brechstange ausgepackt werden.

Lohn für ein anstrengendes Rennen war am Ende endlich der erste Podestplatz im Supercopa, auf den ich die ganze letzte Saison vergeblich gewartet hatte. Ich bin mit Platz 3 zufrieden, auch wenn mir das Rennen eigentlich eine Runde zu kurz war. Platz 2 war zum greifen nah, allerdings konnte ich erst in den letzten zwei Runden die Verfolgung von Christian Hohenadel aufnehmen, als ich mich vom Verfolgerfeld und den damit verbundenen Zweikämpfen lösen konnte.

Neben dem dritten Platz habe ich außerdem die Juniorwertung für Fahrer unter 23 Jahre gewonnen, was mir (nach P3 der Juniorwertung am Samstag) auch den ersten Platz in der Junior-Jahreswertung brachte. In der Gesamtwertung liege ich nach den beiden Rennen auf Rang 5.

Schon am ersten Maiwochenende geht die „Raserei“ weiter, dann zieht es den Supercopa in die Nähe von Magdeburg, in die Motorsportarena Oschersleben.

Links zum Thema:
Fotoset Hockenheim (1)
Onboard-Video aus Rennen 2