Archiv für Oktober 2009

Erfolgreicher Saisonabschluss

15. und 16. Lauf, Hockenheimring, 23. – 25. Oktober 2009

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(Foto: Urner)

Das letzte Rennwochenende des Jahres fand wie schon die Jahre zuvor in Hockenheim statt. Die letzten Saisonläufe von DTM, Porsche Carrera Cup, Polo Cup und natürlich dem SEAT Leon Supercopa wurden wie gewohnt vor vollen Tribünen abgehalten, selbst das eher durchwachsene Wetter konnte die gute Stimmung an der Strecke nicht beeinflussen.

Im freien Training noch zurückhaltend und Reifen schonend unterwegs, konnte ich im Qualifying bei schwierigen Verhältnissen auf der leicht feuchten Strecke einen vierten Startplatz herausfahren. Mein direkter Konkurrent Heiko Hammel, mit dem ich um Platz vier der Gesamtwertung an diesem Wochenende „gestritten“ habe, musste das Feld von weiter hinten aufräumen, was mich recht positiv gestimmt in das Samstagsrennen starten ließ.

19 Punkte hatte ich vor dem letzten Wochenende aufzuholen, 9 blieben nach Lauf 1 davon Rest. Ich belegte Platz vier im Rennen, das durch eine lange Safety Car-Phase, ausgelöst durch einen heftigen Crash gleich am Start, lange Zeit unterbrochen war. Auch eine gute Ausgangsposition für Rennen 2, denn durch die umgedrehte Start-Reihenfolge der ersten 6 konnte ich somit vom dritten Startplatz aus in das Sonntagsrennen starten.

Am frühen Sonntagmorgen war es dann soweit, durch den Regen der vergangenen Nacht musste das gesamte Feld auf Regenreifen in den letzten Lauf des Jahres. Ich erwischte einen hervorragenden Start und war bereits vor der ersten Kurve auf Rang 2, nur weitere drei Kurven später führte ich das Feld schon an. Wieder ging es dann in eine längere Safety Car-Phase, denn wie schon am Vortag musste nach einem Startcrash die Strecke erst von Trümmerteilen und Dreck befreit werden.

Der Re-Start verlief problemlos und ich konnte mich gleich vom Rest des Feldes absetzen, habe dann aber im Verlauf des Rennens mehr und mehr mit einem zu hohen Luftdruck an der Vorderachse zu kämpfen gehabt. Hammel, der bei einem Sieg von mir maximal auf Rang 5 hätte fahren dürfen, war zu diesem Zeitpunkt an zweiter Stelle und gegen Ende des Rennens auch in direkter Schlagdistanz zu mir.

Ich profitierte dann von einem Rennabbruch zwei Runden vor Schluss, denn mir wäre wohl mit den aufgetretenen Problemen „nur“ der zweite Platz im Rennen geblieben – so aber gewann ich das letzte Rennen des Jahres im SEAT Leon Supercopa und den zweiten Lauf für dieses Jahr. Ein versöhnlicher Saisonabschluss, hatte ich doch in diesem Jahr erneut einige Höhepunkte negativer Art zu bewältigen – etwa der Reifenplatzer eine Runde vor Schluss in Zandvoort.

Meine Freude über den Sieg überdeckte so die leichte Trauer um einen noch besseren Rang in der Gesamtwertung, denn durch Rang 2 von Heiko Hammel blieb es bei Platz 5 in der Tabelle. Trotzdem mein bislang bestes Gesamtresultat im Supercopa überhaupt!

Nach dieser doch sehr anstrengenden Saison 2009 geht es nun in die Winterpause, bei der das Fahren wieder in den Hintergrund und Konditions- und Krafttraining in den Vordergrund rücken, um auch in 2010 wieder topfit angreifen zu können. Was genau im kommenden Jahr auf dem Plan steht, ist derzeit noch nicht entschieden, erste Gespräche sind aber bereits geführt und Ziel ist es natürlich, erneut in einer bekannten, spannenden und angesehenen Serie an den Start gehen zu können.

Bedanken möchte ich mich schon einmal bei allen Fans, Freunden und Bekannten, die mich unterstützt haben, Seat und Ik Media, meinem Team GAG Racing und meinen Sponsoren, die in jedem Jahr zu mir stehen und ohne die professioneller Motorsport unmöglich ist.

Hin und wieder verlieren wir zusammen und wir gewinnen zusammen – jetzt haben wir erstmal gewonnen und genau so wollen wir auch in 2010 wieder beginnen!

Fotos: 15. und 16. Lauf, Hockenheimring, 23. – 25. Oktober 2009

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Fotos oben (6): Natascha Theisen

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Fotos oben (7): Urner

33. DMV 250-Meilen-Rennen Nürburgring

17. Oktober 2009

Ganz kurzfristig war ich am vergangenen Wochenende zum vorletzten VLN-Lauf des Jahres auf der Nordschleife unterwegs. Im Team von Jörg van Ommen Autosport fuhr ich zusammen mit dem Japaner Masashige Itoh in einem Audi TT in der Klasse SP3T.

Das Qualifying am frühen Morgen fand auf nasser Strecke statt, was die auch sonst schon gefährliche Nürburgring Nordschleife zu einer wirklichen „grünen Hölle“ mutieren ließ. Mein japanischer Teamkollege begann und ich stieg etwa eine halbe Stunde vor Trainingsende hinters Steuer. Mir gelang eine kleine Zeitverbesserung und so schoben wir uns noch auf Platz 2 in der äußerst stark besetzten Klasse. In Startgruppe 2 hatten wir somit auch eine hervorragende Ausgangsposition in Startreihe 1.

Den Start des 4-Stunden-Rennens fuhr dann ebenfalls ich, aufgrund der Streckenverhältnisse musste dies noch mit den Pirelli-Regenreifen absolviert werden. Bereits nach zwei Runden entschied ich mich aber dann, so früh wie möglich auf Slicks zu wechseln, auch wenn die Strecke noch nicht komplett abgetrocknet war und an manchen Abschnitten sogar noch Nieselregen eben solches verhinderte.

Die Entscheidung erwies sich trotzdem als goldrichtig und ich konnte mit einem langen Turn von über zwei Stunden bis auf Gesamtrang 21 und mit Vorsprung als Führender der Klasse den Audi an meinen Teamkollegen übergeben. Auch dieser lieferte eine fehlerfreie Vorstellung ab und so beendeten wir das Rennen als Gesamt 30. und auf einem sensationellen zweiten Platz in der Klasse SP3T. Ein großartiger Erfolg für Jörg van Ommen und sein Team, ist das Auto doch nach dem Reglement der FIA GT4 aufgebaut und gegenüber den anderen Fahrzeugen der SP3T mit einigen spürbaren Veränderungen eingeschränkt.

Fotos vom Rennen:

Fotos: Michael Jandke / mj-sportfotos.de

Gastspiel in Frankreich

13. und 14. Lauf, Nürburgring, 9. – 11. Oktober 2009

Das vorletzte Rennwochenende der SEAT Leon Supercopa-Saison 2009 fand im französischen Dijon statt, genauer gesagt in Prenois. Die traditionsreiche Strecke, auf der auch schon die Formel 1 vor vielen Jahren gastierte, ist berüchtigt für seine atemberaubende Streckenführung mit Kuppen, nicht einsehbaren Kurveneingängen und rasend schnellen Ecken, die jede Runde zu einem Ritt auf der Rasierklinge werden lassen.

Für mich war es der erste Besuch auf dieser Strecke, trotzdem konnte ich im Qualifying einen siebten Startplatz herausfahren. Das Feld war auf der 3,8 Kilometer langen Strecke so eng zusammen, dass nur wenige zehntel Sekunden auf die Pole Position fehlten.

Mit einem guten Start konnte ich im ersten Rennen am Samstagmittag nach einer turbulenten Anfangsphase bis auf Rang 4 vorfahren und machte mich schnell daran, den auf Rang 3 fahrenden Shane Williams zu attackieren. Nach mehreren missglückten Überholversuchen und heftigem Lackaustausch nutze gegen Rennende ein schwedischer Gaststarter die Gelegenheit und drückte sich an mir vorbei. Da dieser jedoch keine Punkte für die Meisterschaft kassiert, ging ich kein Risiko mehr ein und griff nicht weiter an. Somit konnte ich sehr wertvolle Punkte sammeln – denn gleichzeitig blieb mein direkter Konkurrent im Gesamtklassement ohne Punkte in diesem Lauf.

Unser zweites Rennen des Wochenendes fand dann am frühen Sonntagmorgen statt und war fast ein Spiegelbild des Samstaglaufes. Wieder überquerte ich die Ziellinie als Fünfter mit einem Gaststarter vor mir, wieder gab es also Punkte für Platz 4. In der Gesamtwertung habe ich den Abstand auf den vierten Platz an diesem Wochenende so um einige Zähler verkürzen können und die Entscheidung auf das Finale in Hockenheim vertagt.

Dort lief es schon mit zwei zweiten Plätzen beim Saisonauftakt sehr gut für mich und ich hoffe, auch am kommenden, letzten Rennwochenende der Saison wieder zwei gelungene Vorstellungen abliefern zu können.

Fotos: Dijon, 9. – 11. Oktober 2009

Fotos: Urner