Archiv für Mai 2008

Fotos: Eurospeedway Lausitz, 16.-18.05.2008



Fotos: Natascha Theisen

Kraftvoller Einsatz auf der Nordschleife

ADAC Zurich 24h-Rennen, Nürburgring, 23. – 25.5.2008

Vergangenes Wochenende fand das legendäre 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Die Kombination aus der modernen Grand Prix-Strecke und der „alten“ Nordschleife ergeben eine Streckenlänge von über 25 Kilometern, auf denen 230 Autos an den Start gehen. Vor über 220.000 Zuschauern ging ich in einem der beiden Pirelli-TTs, die von JvO Autosport eingesetzt wurden, an den Start. Im Wagen mit der Nummer 145 waren meine Teamkollegen Thomas Kroher, Andreas Leue und Stefan Küster. Der TT war mit einem 2,0 TFSI Motor und DSG-Getriebe meinem Supercopa-Leon sehr ähnlich, verfügte allerdings über keine Sperre und über ein anderes Fahrwerk.

Ich durfte den Start fahren und konnte mich aus den ersten kleinen Scharmützeln erfolgreich heraushalten. Mit einer Zeit von 9:43 Minuten konnte ich hier auch gleich unsere schnellste Rundenzeit des Rennens fahren. Mein zweiter Einsatz auf dem TT begann gegen 23.30 Uhr. Über die Strecke zog ein leichter Regen, der von Runde zu Runde auf einem anderen Streckenabschnitt für eine feuchte Piste sorgte. Einige schwere Unfälle zu dieser Zeit sorgten konstant für Gelbphasen, die nur sehr langsam passiert werden konnten. Trotzdem konnte ich sehr gute Rundenzeiten fahren, was uns in der Klasse einige Plätze nach vorne spülte.
Das Fahren bei Nacht war eine völlig neue Erfahrung, war es auch mein erstes 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Trotzdem hat es sehr viel Spaß bereitet und auch die Rundenzeiten waren zu dieser Zeit mit die schnellsten im gesamten Feld!

Am frühen Morgen gegen 5 Uhr fiel dann leider unsere Servolenkung aus, was das Fahren mit unserem TT und den großen Pirelli-Slicks zu einer wahren Kraftprobe machte. Wir entschieden uns trotzdem, das Rennen fortzusetzen und die letzten 10 Stunden auf die Zähne zu beißen. Die Jagd nach schnellen Rundenzeiten war somit leider beendet, auch wenn ich gegen 6 Uhr noch einmal Zeiten um 9:50 Minuten mit dem TT fahren konnte. Gegen 11 Uhr, also 4 Stunden vor Schluss, mussten wir unseren TT erneut mit technischem Defekt in der Box parken und für eine einstündige Reparatur sogar ins Teamzelt bringen. Doch auch dieses Problem konnte die Mannschaft um Jörg van Ommen lösen und wir konnten das Rennen wieder aufnehmen, um das Auto schließlich um 15 Uhr am Sonntagnachmittag über die Ziellinie zu bringen. Es war geschafft, die technischen Probleme rückten das Ergebnis (Gesamt: 86 / Klasse: 11) sowieso in den Hintergrund.

Nach diesen langen und mit wenig Schlaf überstandenen Tagen möchte ich mich bei meinen Fahrerkollegen und dem gesamten Team um Pirelli und JvO Autosport bedanken! Es hat sehr viel Spaß gemacht und das Fahren auf dieser einzigartigen Strecke entschädigt sowieso vor allen Strapazen, die ein 24h-Rennen so mit sich bringt.

Regen in der Lausitz

5. und 6. Lauf, Eurospeedway Lausitz, 16.-18.05.2008

Zur dritten Veranstaltung des SEAT Leon Supercopa 2008 ging es vom 16. – 18. Mai an den Eurospeedway in der Lausitz. 80.000 Zuschauer am Wochenende mussten den Samstagslauf in strömendem Regen erleben, der auch für uns Fahrer keine leichte Aufgabe darstellte. Die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge macht ein Regenrennen immer zu einem gewissen Glücksspiel, sieht man doch kaum, was wirklich vor einem auf der Strecke passiert.

Am Start kam ich gut weg und reihte mich auf Rang 6 im Feld ein. Es ging erstaunlich ruhig für diese Wetterbedingungen zu, lediglich eine Gelbphase kurz vor Schluss sollte noch für einige Platzverschiebungen sorgen. Grund dafür waren nachträglich ausgesprochenene 60-Sekunden Zeitstrafen, die gegen einige Fahrer, darunter auch ich, ausgesprochen wurden. Im Verlauf der Gelbphase war meine Rundenzeit im betroffenen Sektor wenige Hundertstel Sekunden zu schnell im Vergleich zur Vorrunde, was laut Reglement eine Bestrafung bedeutet. Somit wurde ich auf Rang 14 zurückversetzt.

Da das Ergbnis des ersten Laufes gleichzeitig auch die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt, musste ich am Sonntagmorgen von Startplatz 14 ins Rennen gehen. Diesmal konnten wir auf trockener Strecke und schon vollbesetzter Tribüne die 19 Runden in Angriff nehmen. Runde für Runde kämpfte ich mich nach vorne, bis ich, auf Rang 7 angekommen, auf meinen auf Platz 6 liegenden Teamkollegen Nicki Thiim getroffen bin. Nicki ist derzeit Gesamtführender in der Meisterschaft. Da eine Berührung und evtl. sogar ein Ausfall zwischen uns beiden natürlich fatal gewesen wäre und sicherlich für jede Menge Ärger im Team gesorgt hätte, war äußerste Vorsicht geboten.

Wie es natürlich so ist, wenn man etwas „ganz besonders“ vorsichtig machen will, verbremste ich mich gleich beim ersten Versuch, Nicki zu überholen am Ende von Start / Ziel. Das war mir gleich Warnung genug und ich beließ es bei einem siebten Rang, den ich sicher ins Ziel fahren konnte.

Auch wenn es wertvolle Punkte für die Meisterschaft gab, so fehlen doch von den mit Pech verfolgten Rennen in Hockenheim und Oschersleben noch jede Menge Punkte. Die gilt es in den noch anstehenden zehn Rennen aufzuholen.

Die beiden nächsten Läufe finden auf dem Nürnberger Norisring statt. Zum Saisonhöhepunkt werden wie jedes Jahr wieder weit über 100.000 Zuschauer auf und um die alte Steintribüne am Dutzendteich erwartet. Und wer sich ein wenig erinnert weiß auch, dass ich dort im vergangenen Jahr den Samstagslauf „nicht ganz“ zu Ende fahren konnte, sondern stattdessen einen einwöchigen Urlaub im Nürnberger Südklinikum verbringen durfte. Diese kleine „Rechnung“ gilt es also in diesem Jahr zu begleichen, ein Platz auf dem Podium ist das gesteckte Ziel.

Links:
Fotos vom Lausitzring

Start beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring!

Vor einigen Tagen hat sich für mich überraschend die Möglichkeit ergeben, am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen (22. – 25 Mai 2008).

In einem der beiden Pirelli – Audi TT, die von JvO Autosport eingesetzt werden, werde ich in einem von zwei Journalisten-Teams an den Start gehen. Der TT, ausgestattet mit jeder Menge Technik aus dem Supercopa, leistet rund 320 PS und ist in der Klasse SP3T zu finden.

Weitere Informationen dazu bald hier!





Zu Besuch in der Magdeburger Börde

3. und 4. Lauf: Motorsport Arena Oschersleben, 18.-20. April 2008

Vier Rennen in neun Tagen, das war der turbulente Saisonauftakt des SEAT Leon Supercopa 2008. Nach einem eher „durchwachsenen“ Start in Hockenheim sollte es in Oschersleben besser voran gehen.

Doch dass es nach Rückschlägen nicht immer sofort schlagartig aufwärts geht, zeigte gleich sechs Tage später das Samstagsrennen in Oschersleben: Nach einem guten Start, auf aussichtsreicher Position liegend, wurde ich in eine Kollision vor mir verwickelt. Ein Kollege drehte den anderen in einer schnellen Rechtskurve herum und ich musste in die wahrscheinlich sumpfigste Wiese der Magdeburger Börde ausweichen, um einen Unfall zu vermeiden. Das Ergebnis war Rang 19, auf dem ich mich wieder im Feld einreihen durfte. Leider ist das Überholen in Oschersleben nicht so einfach wie noch eine Woche zuvor in Hockenheim, am Ende hieß es dennoch Rang 11.

Von dort aus ging es dann ins Sonntagsrennen, wo ich mich nach einem geglückten Start schon auf Rang 5 wiederfand. Nach einem spannenden Rennen voller Zweikämpfe auf den Positionen 4 bis 9 lag ich bei der
Zieldurchfahrt letztlich auf Rang 7.

Nach vierwöchiger Pause geht es vom 16. bis 18. Mai auf den Eurospeedway Lausitz, wo meine kleine Pechsträhne hoffentlich beendet sein sollte.

Links:
Fotos vom 3. und 4. Lauf

Fotos: Oschersleben, 18.-20. April 2008

Foto: Sanny Reiche

Foto: Florian Schust

Fotos: Natascha Theisen