Archiv für Mai 2007

Heiße Rennen auf dem Lausitzring

Rennbericht Lausitzring 2007

Auf dem Eurospeedway in der Lauitz fand vom 18. – 20.5.2007 die dritte Veranstaltung des SEAT Leon Supercopa 2007 statt. Als Tabellendritter angereist, ging ich dennoch mit gedämpften Erwartungen an das Wochenende heran. Mit der Streckencharakteristik des Eurospeedway kam ich auch in den letzten Jahren nicht zurecht, Ziel des Wochenendes war es also, das Beste aus den beiden rennen herauszuholen.

Schon im Qualifying zeigte sich, dass auch viele andere Fahrer nicht den technisch sehr anspruchsvollen Kurs und ihren Fahrstil in Einklang bringen konnten. So kam es, dass sich für den Supercopa erstaunlich hohe Zeitunterschiede auftaten. Mit einem Rückstand von knapp über einer Sekunde auf die Bestzeit fuhr ich den zwölften Startplatz heraus.

Der Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag verlief ohne Probleme und ich konnte gleich einen Platz gutmachen. Fast das gesamte Rennen hatte ich den Finnen Mikko Heino vor mir, konnte ich aber letztendlich zu Beginn der letzten Runde in Turn 1 überholen. Überraschenderweise konnte ich kurz vor der Ziellinie auch noch den mit technischen Problemen kämpfenden Heiko Hammel überholen und so das Rennen auf Rang neun beenden.

Wir veränderten das Set-Up des Leon für das zweite Rennen noch einmal gering, Start war am Sonntag um 11.45 Uhr. Außentemperaturen von über 25°C verlangten wieder einmal Höchstleistung von Autos und Fahrern. Mit einem guten Start fuhr ich gleich in Runde 1 bis auf Rang 6 vor, musste aber im Verlauf dieser Runde Marin Colak diesen Platz überlassen. Nach einigen Runden hinter Thomas Marschall, kostete mich ein Überholversuch den direkten Anschluss an die vorderen Platzierungen. Zwar konnte ich meinen siebten Platz über die gesamte Distanz über halten und auch die Rundenzeiten der Spitze mitgehene, zum Schließen der Lücke auf Marschall reichte es allerdings nicht. Somit konnte ich mit Rang 7 noch einige wertvolle Punkte für die Meisterschaft sammeln und liege nun vor der vierten Veranstaltung auf dem sechsten Gesamtrang.

Die nächste Veranstaltung findet auf dem Nürnberger Norisring in vier Wochen statt, einziger Stadtkurs der Saison 2007 und mit über 100.000 Zuschauern um die alte Steintribüne das jährliche Saisonhighlight.

Links zum Thema:
Fotoset vom Lausitzring

Fotos: Eurospeedway Lausitz 2007

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Fotos: Natascha Theisen

Sieg in der Motorsportarena Oschersleben!

Rennbericht Oschersleben 2007

Die zweite Veranstaltung zum diesjährigen SEAT Leon Supercopa fand am vergangenen Wochenende in der Motorsportarena Oschersleben statt. Der anspruchsvolle Kurs in der Nähe von Magdeburg, nicht gerade für seine zahlreichen Überholmöglichkeiten bekannt, gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken im DTM-Kalender. Die Erwartungen vor dem Wochenende waren dementsprechend „nüchtern“ ausgefallen.

Bestätigt wurde dies durch das Qualifying am Samstagmorgen. Bis zur Mitte der 30-minütigen Zeitenjagd rangierte ich noch auf dem fünften Startplatz, rutschte aber gegen Ende des Qualifyings immer weiter ans Ende der Top 10. Auch der Wechsel auf den zweiten Satz neuer Yokohama-Slicks brachte keine nennenswerte Verbesserung, mit 1:38.071 Minuten hieß es am Ende Startplatz 11 für das erste Rennen.

In dieses dann ging es gleich am Nachmittag, entsprechende Außentemperaturen ließen das Cockpit wiedermal zur „rollenden Sauna“ mutieren. Am Start kam ich gut weg, kam unbeschadet durch die gefürchtete neue Kurve 1 und überholte dabei sogar noch zwei Konkurrenten. Vor mir fuhr nun Bastian Kolmsee, Sieger des zweiten Laufes in Hockenheim. Nach einigen Runden kam es bei ihm zu technischen Problemen, welche den Leon Supercopa in einer Kurve schlagartig langsamer werden ließen. Mit Mühe konnte ich ausweichen, verlor dabei aber gleich zwei Plätze. Doch auch die beiden nun vor mir liegenden Magalhaes und Hohenadel sollten nicht lange in meinem Blickfeld bleiben: nach einer spektakulären Kollision direkt vor mir fiel Hohenadel aus, der Portugiese Magalhaes wurde mit beschädigtem Fahrzeug zu einer leichten Beute für mich.

Auf dem nun achten Rang liegend wurde das Rennen urplötzlich hochinteressant für mich, denn dieser achte Rang würde für das Sonntagsrennen die Pole Position bedeuten! Trotz des immer stärker werdenden Drucks des hinter mir fahrenden Brasilianers Marcello Thomaz konnte ich mich ohne Platzverlust ins Ziel retten. Damit sollte das Wochenende eine erstaunliche Wendung nehmen!

Auf ging es also am Sonntagmorgen vor beeindruckender Zuschauerkulisse von Startplatz Nr. 1 in den zweiten Wertungslauf. Mit einem fast perfekten Start gewann ich das Beschleunigungsduell zur ersten Kurve gegen Marcus Steinel und Thomas Marschall, fuhr als Führender durch das neue Geschlängel und enteilte den Positionskämpfen hinter mir. Rund zwei Sekunden betrug der konstante Vorsprung auf den Zweitplatzierten Steinel, der das gesamte Rennen über mit Marschall keinen einfachen Gegner gefunden hatte.

Durch den beruhigenden „Sicherheitsabstand“ konnte ich das Rennen kontrollieren, mir meine Reifen einteilen und am Ende sogar etwas Tempo und Risiko rausnehmen. Gleichzeitig wurde es von Runde zu Runde wichtiger, die Konzentration keine Sekunde zu verlieren, denn mit einem Abflug wäre mir der Preis für die „Lachnummer des Wochenendes“ unter Garantie sicher gewesen.

Nach 18 Runden war ein vielleicht anstrengenderes Rennen zu Ende, als es von Außen den Anschein hatte. Doch die Mühe wurde mit meinem ersten Sieg im SEAT Supercopa belohnt, gleichzeitig war mir der Sieg in der Juniorwertung gelungen! Damit war das erfolgreiche Wochenende für das Team GAG und mich beendet. Zwei Siege (Teamkollege Nicki Thiim gewann den Samstagslauf), zwei Siege in der Juniorwertung und ein dritter Platz von Teamkollege Damian Sawicki am Vortag halfen, das Teamzelt mit reichlich Pokalen zu „dekorieren“. In der Gesamtwertung liege ich nach vier gefahrenen Rennen auf Rang Drei, zwei Punkte hinter „Mister Markenpokal“ Thomas Marschall und elf hinter Spitzenreiter Sebastian Asch.

Schon in zwei Wochen geht es zu den beiden nächsten Läufen auf dem Eurospeedway in der Lausitz. Hier gilt es, die gezeigten Leistungen aus den ersten Veranstaltungen erneut zu bestätigen und den Platz in der Gesamtwertung zu festigen, ja vielleicht sogar zu verbessern.

Links zum Thema:
Fotos Oschersleben 2007

Fotos: Oschersleben 2007

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Fotos: Natascha Theisen